Mi camino- Mein Weg zum Flamenco
Mitte der 80er Jahre kam der Flamencotanz in Gestalt von
Rosie Sewall (USA) nach Regensburg. Rosie Sewall, Lehrerin bei der Army und Flamencotänzerin, kam
gerade aus Japan, wo es seit langem eine gut etablierte Flamencoszene gibt. Zeitgleich lief
in Deutschland Carlos Sauras "Carmen" mit Antonio Gades in den Kinos.
Das Flamencofieber
griff über. Bulerias, Sevillanas, Alegrias...
Das war tänzerisches Neuland, das Rosie einem
kleinen Kreis von Neugierigen vermittelte. Rosie Sewall musste zwei Jahre später zurück in die
Staaten und hinterließ ein Flamenco- Vakuum.
Mein nächster Anlaufpunkt war das Studio Al-Andalus von Lisa
Romero in München. ort wurden auch Workshops mit Gastdozenten aus Spanien veranstaltet.
1993
eröffnete ich das Flamencotanzstudio "Los Floreos".
Im gleichen Jahr landete ich, wie irgendwann jeder Flamencobegeisterte, bei den legendären
Sommerkursen in Sitges. José de Udaéta, Mercedes & Albano, M.M. Itas‘ León, Joaquin
Ruíz u.a. trieben den Schülern den Schweiß auf die Stirn und heizten die Motivation an.
Sitges wurde leider nach über zwanzig Jahren 1995 eingestellt.
Die Sommerkurse verlagerten sich zeitweise nach Madrid ins
"Estudio Relatores", wo sich Mercedes und Albano, "Itas" und Joaquin Ruíz der verwaisten
Flamencosüchtigen und auch meiner annahmen. Das Flamenco-Festival in Jerez ist ein weiterer
Anziehungspunkt für Flamencos aus aller Welt.
In Jerez findet man die großen Maestras und Maestros,
genauso wie die neuesten Impulse, vermittelt von hervorragenden jungen Tänzern.
Dort habe ich an Workshops bei Manolo Marín, Matilde Coral,
Manolete, Javier Latorre, Eva la Yerbabuena, Javier Barón, El Pipa, Maria del Mar Moreno und Merche
Esmeralda teilgenommen. In der Zwischenzeit gab es auch im "Los Floreos" Workshops, z.B. mit
Amparo de
Triana, Aníbal Merino Soto, Tomás Zybura, Belén Cabanes und Conny Sommer (Cajon).
El flamenco nunca para...
Flamenco bleibt nie stehen.
"Al contrario, está todo por inventar"
(Javier Latorre).